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Über Evola ↩

Magie als Wissenschaft vom Ich, Band 1

Von Kurt Habicht

Spätestens seit der Veröffentlichung von Julius Evolas Werk “Revolte gegen die moderne Welt”, in dem er der Doktrin vom Fortschritt die uralte Lehre von den absteigenden Zyklen entgegensetzt, deren Tiefstpunkt sich im entseelten Kollektivismus (Kommunismus und Kapitalismus) findet und realisiert, ist Evola einer breiteren Leserschicht kein Unbekannter mehr. Nun liegt mit “Magie als Wissenschaft vom Ich” ein weiteres grundlegendes Werk seiner esoterischen Lehre vor. “Initiation als tatsächlich erlebbare Erfahrung” – das ist das Ziel dieses Buches, das die wesentlichen Arbeitsergebnisse der Gruppe von UR zusammenfaßt, die unter der Leitung Evolas von 1927-1929 in Rom wirkte.
Welches Wissen aber wird aufgezeigt?

Wir zitieren aus der Einleitung: “Jenseits des vernunftgebundenen Intellekts, jenseits der Glaubensrichtungen, jenseits von all dem, was gemeinhin als Kultur oder Wissenschaft Geltung hat, gibt es ein höheres Wissen. In ihm erlischt die Angst des Individuums. In ihm wird das Dunkel erhellt, und die Zufälligkeit des menschlichen Daseins nimmt ein Ende; in ihm wird das Problem des Seins gelöst. Dieses Wissen ist transzendent auch in dem Sinne, daß es einen völligen Zustandswechsel voraussetzt.”

Da aber nur derjenige dieses Wissen erlangen kann, der befähigt ist, sein eigenes Bewußtsein in einen anderen Seinszustand umzuwandeln, bietet das Buch in einem stufenmäßigen Aufbau genaue Instruktionen zur Zeremonialmagie mit dem Ziel des direkten Kontaktes mit den anderen Welten.

Möglicherweise ist vorliegendes Buch sogar Evolas wichtigstes Werk.